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Freitag, 18. August 2017
Wiesnbesucher können nach übermäßigem Alkoholgenuss beim Roten Kreuz überwacht werden. Bitte beherzigen Sie im eigenen Interesse unsere Hinweise, damit es nicht so weit kommt

Nicht nur der Genuss von Alkohol allein kann ein Problem darstellen, sondern auch das Zusammenspiel von Essen, Kreislaufbelastung, Vorerkrankungen und Alkohol. Der Alkohol, insbesondere in in größeren Mengen, belastet den Stoffwechsel des Körpers besonders stark, wenn nicht genügend verwertbare Flüssigkeiten (Wasser, Saft) getrunken wurde.

 

Eine solide "Grundlage", also solides Essen im Vorfeld des Alkoholgenusses verzögert die Alkoholaufnahme geringfügig. Der Alkoholabbau von etwa 1 Promille in 10 Stunden bleibt dadurch aber unverändert. Dabei sinkt der Blutzuckerspiegel deutlich - gönnen Sie sich also zwischendurch ruhig mal etwas Süßes.

 

Die Wirkung des Alkohols ist allgemein bekannt: Beeinträchtigung und Ausfallserscheinungen im Sinnesbereich, Koordinationsstörungen der Bewegungsabläufe, Enthemmung bis hin zur Aggressivität, aber auch Teilnahmslosigkeit und Bewusstseinsstörungen. Die Gefahr, sich alkoholisiert zu verletzen ist deutlich erhöht - verschärfend kommt die Neigung zur Bagatellisierung von Verletzungen unter Alkoholeinfluss hinzu - das Ende vom Lied sind häufig schwerwiegende Spätschäden und verlängerte Rekonvaleszenz. Personen, die Grund- bzw. Vorerkrankungen haben, welche unter Umständen medikamentös behandelt werden, sollten sich bewusst sein, dass Alkohol negative Wechselwirkungen mit den verordneten Medikamenten hervorrufen kann.

 

Insbesondere jüngere Wiesn-Besucher, die in verstärktem Maße Alkohol genießen, sollten bedenken, dass irgendwann - deutlich ersichtlich, vor allem für andere - die Müdigkeit kommt; und auch im vielgerühmten "Altweibersommer" sind die Nächte bereits kühl; so mancher nächtliche Zecher hat sich am Tag danach mit einer manifesten Unterkühlung in einer Klinik wiedergefunden.

 

Besonders originell scheint es zuweilen, wenn Kinder am Maßkrug trinken - hier sollten Sie wissen, dass wenige Schlucke für ein Kleinkind ebenso viel Alkohol enthalten, wie die Maß für den Erwachsenen. Kinder sollen absolut keinen Alkohol zu sich nehmen - denn betrunkene Kinder oder Jugendliche sind alles andere als originell - hier handelt es sich um akute Notfälle.

 

Wir alle wissen - der eine "verträgt" mehr, der andere weniger - Fakt ist, dass sich Alkohol über das gesamte Körpergewicht verteilt und konstant abgebaut wird. Da helfen auch keine Tricks wie Kaffee. Durch Gewöhnung können alkoholbedingte Ausfallserscheinungen bis zu einem gewissen Maß besser beherrscht werden, der Blutalkoholgehalt ist dennoch derselbe, was so manchem Autofahrer nach der Wiesn schon zum Verhängnis wurde.