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Samstag, 21. Oktober 2017

Montag, 3. April 2017 16:08 Alter: 201 Tage

Was zählt der Mensch? 150 Jahre Genfer Konvention

Wanderausstellung des Henry Dunant-Museums Heiden in den Räumen des Münchner Roten Kreuzes in der Christophstraße 12 (Haus Alt-Lehel) vom 9.4. bis 30.6.2017

Besucherin der Ausstellung mit Tablet-Computer. Quelle: Dunant-Museum Heiden

Bewaffnete Konflikte beherrschen täglich die Medien. Ob in Afghanistan, Irak oder Syrien: Jeden Tag leiden vor allem Unbeteiligte unter schrecklicher Gewalt. Auch der Schweizer Kaufmann Henry Dunant wurde 1859 in Solferino Zeuge einer grausamen Schlacht und kümmerte sich gemeinsam mit der Bevölkerung um die Verwundeten und Kranken. Seine Erlebnisse verarbeitete er in seinem Buch „Eine Erinnerung an Solferino“, das er 1862 an die Einflussreichen seiner Zeit verschickte. Darin forderte er neben der Gründung von Hilfsgesellschaften auch verbindliche Regeln für Kriegszeiten, damit die Not der Kriegsopfer gelindert werden kann.

Aus seinen Ideen entstand 1863 die Internationale Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung und 1864 mit dem ersten Genfer Abkommen ein wichtiger Meilenstein des Humanitären Völkerrechts.

Anlässlich des 150. Jahrestages der Genfer Konvention gestaltete das Henry Dunant-Museum Heiden (Schweiz) im Jahr 2014 die Sonderausstellung „Was zählt der Mensch?“. Diese zeigt das Münchner Rote Kreuz nun in den Räumen seines Hauses Alt-Lehel. Mit Tablet-Computer und Kopfhörer begeben sich die Besucher*innen auf Entdeckungsreise. Die Kamera des Tablets erkennt im Ausstellungszelt immer wieder virtuelle Informationen zur Geschichte des Humanitären Völkerrechts und des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz. In Texten, Ton- und Videobeiträgen lässt sich die Geschichte und die Aktualität der Genfer Konvention hautnah erleben. Das gilt auch für die Schrecken und Gefahren bewaffneter Konflikte für Unbeteiligte, wenn plötzlich auf dem afghanischen Teppich auf dem Boden Landminen erscheinen, die explodieren, wenn man nicht aufpasst. Oder aber, wenn die Besucher*innen mit einer Waffe bedroht werden. Mit solch eindringlichen Bildern weckt die Ausstellung Emotionen und lädt die Besucher*innen zum Nachdenken ein.

„Ich freue mich, dass wir mit dieser Ausstellung einem wichtigen Auftrag des Roten Kreuzes nachkommen, nämlich möglichst vielen Menschen Kenntnisse des Humanitären Völkerrechts zu vermitteln“, sagt Karl-Heinz Demenat, Vorsitzender des Münchner Roten Kreuzes. „Seine Regeln helfen, unnötiges Leid in Kriegszeiten zu vermeiden und zu lindern.“

Die Ausstellung ist vom 9. April bis 30. Juni 2017 in der Christophstraße 12 täglich von 10 bis 20 Uhr, aber nur nach rechtzeitiger vorheriger Terminvereinbarung und Terminbestätigung für maximal 10 Besucher*innen gleichzeitig zugänglich. Bitte kontaktieren Sie uns per E-Mail und vereinbaren Sie Ihren Besuchstermin. Der Eintritt ist frei.

 

 

Dateien:
waszaehltdermensch_flyera6.pdf