Sie sind hier: Sanitätsstation Oktoberfest » Aktuelles » Rekord: Tragenteams des Roten Kreuzes laufen im Einsatz...
Samstag, 21. Oktober 2017

Freitag, 29. September 2017 15:16 Alter: 22 Tage

Rekord: Tragenteams des Roten Kreuzes laufen im Einsatz Halbmarathons und mehr

Kein Rettungsmittel ist auf der Wiesn schneller beim Patienten als die gelbe Fahrtrage. Einsätze werden im schnellen Schritt, bei Bedarf auch im Lauf durchgeführt. Dabei werden den Tragenteams sportliche Höchsteistungen abverlangt.

 

Insgesamt  1.567 Trageneinsätze (Stand: 28.9.2017) leisteten die Sanitäter*innen des Münchner Roten Kreuzes bereits seit Wiesbeginn. Ein Tragenteam rückte während einer Schicht sogar 28 Mal aus.

 

Mit Smartphones wurde die Laufleistung der Wiesnsanitäter*innen des Roten Kreuzes gemessen. Auf GPS-Anzeigen, Schritt- und Fitnesszählern kamen so Zehntausende von Bewegungsmustern zur Dokumentation. Der Spitzenreiter legte tatsächlich 32 Kilometer zurück. Das ist eine Entfernung, die zwischen Halbmarathon- und Marathondistanz liegt. Die Trage besteht aus einer Alu-/Stahlkonstruktion mit einem aufgesetzten Gestell, welches die gelbe Plastikhaube zum Schutz des Patienten trägt. An Bord sind ein medizinischer Notfallrucksack, Defibrillator und eine Sauerstoffflasche. Abhängig vom Gewicht des Patienten kommen so schnell bis zu 200 kg Gesamtgewicht zusammen.

 

An einsatzstarken Wochenendtagen sind bis zu 11 Fahrtragen gleichzeitig im Dauereinsatz. Ausgerüstet mit Vollgummireifen bahnen sich die Tragenteams unermüdlich ihren Weg durch die Menschenmassen. Eine Tragenbesatzung besteht in der Regel aus Rettungssanitäter*in, Leiter*in und zwei weiteren ausgebildeten Helfer*innen. Die Tragenbesatzungen führen die Erstversorgung von verletzten oder erkrankten Wiesnbesuchern durch. Dabei arbeiten sie mit dem Notarzt- und Rettungsdienst zusammen und transportieren oft ihre Patienten in die Wiesn-Sanitätsstation im Servicezentrum hinter dem Schottenhamelzelt.

 

Bereits Ende des 19. Jahrhunderts setzten Sanitäter des Roten Kreuzes per Hand geschobene bzw. gezogene Karren, damals "Handmaries" genannt, zum Patiententransport ein. Tragen sind auch heute noch das mit Abstand schnellste Transportmittel für Erkrankte oder Verletzte auf dem Oktoberfest.