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Donnerstag, 18. Januar 2018

Samstag, 17. September 2016 11:21 Alter: 1 Jahr/e

Gesundheitstipps für das Oktoberfest vom Münchner Roten Kreuz

Jürgen Terstappen (Kreisbereitschaftsleiter und Leiter der Wiesn-Sanitätsstation und Dr. Ulrich Hölzenbein, Chefarzt des Münchner Roten Kreuzes und ärztlicher Leiter der Wiesn-Sanitätsstation, geben den Wiesnbesuchern einige Gesundheitstipps mit auf den Weg:

Kein Alkohol ohne kräftige kulinarische Grundlage

Was den Alkohol betrifft, geht ohne eine kräftige kulinarische Grundlage nichts auf der Wiesn. Vor dem Wiesnbesuch sollten Sie also unbedingt etwas essen - zumindest wenn Sie Alkohol trinken wollen. Das hat einen medizinischen Grund: Alkohol löst sich sehr schnell im Blut auf und gelangt so auch rasch ins Gehirn. Trinken auf nüchternen Magen macht schnell volltrunken. Da können ein, zwei Maß schon zu viel sein. Denn die Resorptionsgeschwindigkeit von Alkohol ist je nach Art und Menge der Mahlzeiten sehr unterschiedlich.

Auf körperliche Fitness achten

Viele Menschen machen auch noch einen anderen Fehler: Sie vergessen, dass Feiern eine körperlich anstrengende und sportliche Aktion ist. Feiern verbraucht viel Energie und Kondition. Wer nicht wirklich fit ist und keine Energiereserven hat, kann schon mal, wenn er stundenlang auf den Bänken tanzt, einen Kreislaufkollaps erleiden. Besonders Menschen mit Herzkrankheiten und Bluthochdruck sollten deshalb nur in die Festzelte gehen, wenn es ihnen gut geht und sie sich auch so fühlen.

Bei Bedarf ein paar alkoholfreie Tage

Und wer öfters auf die Wiesn geht, muss unbedingt ein paar alkoholfreie Tage einlegen. Denn Alkohol ist ein sehr gefährliches Zellgift, das unser Immunsystem massiv schädigen kann. Es ist daher auch kein Wunder, dass regelmäßig gegen Ende des Oktoberfestes der sogenannte „Wiesnkatarrh“ sich in ganz München ausbreitet. Wenn die körpereigenen Abwehrkräfte ohnehin vom ständigen Alkoholkonsum geschwächt sind, können die Viren umso gnadenloser zuschlagen.

Auf Warnsignale achten

Wichtig ist generell, seine Grenzen zu kennen und auf Warnsignale wie Schwindel oder zunehmenden Bewusstseins- oder Wahrnehmungsverlust zu achten.

Gutes Schuhwerk und Vorsicht beim Anstoßen

Häufiges Beschwerdebild auf der Wiesn-Sanitätsstation sind chirurgische Weichteilverletzungen, wie Schnitt- Schürf- und Platzwunden. Dr. Hölzenbein führt dies zum Teil auf ungeeignetes Schuhwerk zurück. Oft tragen junge Frauen zum Dirndl nur Stoffschuhe, wie z.B. Ballerinas. Diese bieten keinen Schutz gegen herumliegende Glasscherben. Schmerzhafte Schnittverletzungen an den Füßen sind die Folge. Männer hingegen ziehen sich zwar durch festeres Schuhwerk seltener Verletzungen dieser Art zu, dafür sind bei Ihnen verstärkt Hände und Gesicht gefährdet, z.B. durch zersplitternde Maßkrüge nach zu kräftigem Anstoßen.